28-02-2013

Residente oder Nichtresidente – der berühmte „grüne Zettel“



Um die spanische Residencia ranken sich viele Gerüchte. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen die an dieser Stelle die Fakten zur Residencia einmal festhalten, damit Sie eine zuverlässige Quelle haben:



1) Es gibt keine Residencia mehr, da es grundsätzliche eine Niederlassungsfreiheit ohne Bedingungen in der europäischen Union gibt.



2) Es gibt eine Meldepflicht bei der Ausländerbehörde, bei uns hier die Policia Nacional. Das Gesetz sagt, dass wenn man sich länger als drei Monate in Folge in einem Land aufhält, man sich in dieses Ausländermelderegister (Registro Central de Extranjeros) eintragen muss. Und wenn man wieder abreist, muss man sich wieder abmelden



3) Um sich in das Register einzutragen, muss man als Deutscher das Formular E 121 als Bestätigung der Krankenversicherung vorlegen, sowie den Nachweis einer spanischen Bank, dass man über genügend Geldmittel verfügt.



4) Dieses Zertifikat, egal ob grüner Zettel oder Grüne Karte, ist fünf Jahre gültig.



5) Danach muss die Prozedur wiederholt werden und man erhält ein neues Dokument, auf welchem aber der Zusatz „permanente“ also „dauerhaft “ erscheint. Personen, welche schon früher die Residencia hatten, bekommen direkt das Dokument mit dem Vermerk „permanente“.



Residente



Die Begriffe Resident oder Nicht-Resident sagen nur noch etwas über den Steuerstatus eines Bürgers aus. Man ist in dem Land unbeschränkt steuerpflichtig, also steueransässig, oder Steuerresident, in welchem man sich mehr als 183 Tage aufhält oder seinen Lebensmittelpunkt hat. Sollte das hier in Spanien sein, muss man sich in dieses Ausländermelderegister eintragen, sein Welteinkommen hier versteuern, alle Güter und Vermögen über dem Wert von 50.000,- Euro, welche der hiesige Steuerresident im Ausland besitzt, angeben, seine Krankenkasse im Zweifelsfall umschreiben lassen auf die hiesige Sozialversicherung und hat damit natürlich auch das Recht, die Vergünstigungen als hier Ansässiger, wie Rabatte bei Flügen, Fähren oder im Loro Park, in Anspruch zu nehmen. Hat man ein Residentenkonto (Cuenta de Residente), forscht das spanische Finanzamt seit neuestem in Deutschland beim Finanzamt nach Konten und Vermögen und fordert hier die Besteuerung ein.



Wichtige Punkte für den Umgang mit der Steueransässigkeit



Als beschränkt Steuerpflichtiger, Überwinterer oder Nicht-Residente ist man verpflichtet, sich ab drei Monaten Aufenthalts am Stück hier in das Ausländermelderegister einzutragen. Nun landet man aber automatisch in dem Topf als steueransässig! Die Banken fragen alle zwei Jahre bei diesem Register an, wer steueransässig und wer nicht steueransässig ist. Hat nun der nicht steueransässige ein sog. Nicht-Residenten Konto (Cuenta de Noresidente) – das Register meldet aber Steuerresident – dann sperrt die Bank das Konto für Einzahlungen. Wenn Sie ihr Konto nicht mehr auffüllen können, dann ist irgendwann kein Geld für Strom und Wasser mehr da und dieses abgestellt. Meldet man sich nach Ablauf seines Aufenthaltes wieder ab, kann das nicht passieren, denn es ist klar, dass man weniger als ein halbes Jahr im Land war. Nur bitte nicht in der Zeit dann das Dokument für Rabatte in Anspruch nehmen! Es ist nachvollziehbar, dass hier der Rabatt unberechtigt erteilt wurde und dies wird wieder eingefordert - mit Strafe. Hat der hier beschränkt Steuerpflichtige Immobilienbesitz, muss ja die Eigennutzungssteuer oder Zweitwohnungssteuer bezahlt werden. Auch hier widerspricht es sich, wenn diese Steuer als Nicht-Residente bezahlt wird, man aber im Register als steueransässig auftaucht. Fazit: Nur in das Melderegister eintragen, wenn man seinen Daueraufenthalt in Spanien hat.



Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Steuerbüro Plambeck Tel: 922-385153 www.immoberatung.com