Steuerberatung


Die Immobilienbesteuerung auf Teneriffa betrifft sowohl Nichtresidente, Residente als auch Firmen. Diese unterscheidet sich von der Besteuerung der Immobilien in Deutschland.


Als Nichtresidente, Residente oder Firma betreuen wir Sie nicht nur steuerlich, sondern stehen Ihnen für alle Fragen und Probleme bei Telefon, Wasser, Strom, Grundsteuer oder aber auch bei An - und Abmeldung eines Autos zur Verfügung. Nichtresidenter ist, wer seinen steuerlichen Wohnsitz in einem anderen Land als Spanien unterhält, d.h., sich mehr als 183 Tage dort aufhält und seinen Lebensmittelpunkt dort hat. Dieser Nichtresident ist in Spanien beschränkt steuerpflichtig.

Das heißt, dass neben der jährlich anfallenden Grundsteuer auch eine so genannte Eigennutzungssteuer oder Zweitwohnungssteuer, falls nicht vermietet wird, bezahlt werden muss. Diese berechnet sich nach dem Katasterwert. Für das Steuerjahr 2014 ( abzugeben bis 31.12.2015 ) werden vom Katasterwert 1,1% und davon 24,75% berechnet. Ab dem Steuerjahr 2015 werden 1,1% und davon 20% berechnet.

Mieteinnahmen werden bei Nichtresidenten pauschal ab 1.1.2015 mit einem Steuersatz von 20 % und ab dem 1.1.2016 mit 19% veranschlagt. Der Nichtresidente wird vom spanischen Staat verpflichtet, einen Steuerrepräsentanten zu benennen, wenn er mehr als ein Eigentum in Spanien besitzt. ( Beispiel: Sie haben ein Apartment und eine Garage - beide Immobilien sind im Grundbuch mit eigenen Grundstücksnummern registriert ) Hat der Nichtresidente nur eine Immobilie, so braucht er zwar keinen offiziellen Steuerrepräsentanten, aber seine spanische Immobilie gilt als Zustelladresse für Einschreiben oder Mitteilungen der Behörden.


Kann die Nachricht nicht zugestellt werden, z.B. wegen Abwesenheit) wird dies im Amtsblatt ( Boletin Oficial ) veröffentlicht und gilt als zugestellt, sodass die Behörde ihre eventuelle Forderung, berechtigt oder nicht, durch Pfändung durchsetzen kann. Hat man nun einen Steuerrepräsentanten, ob man dazu verpflichtet ist, oder nicht, so gilt dessen Adresse als Zustelladresse. Außerdem liest der Repräsentant die Veröffentlichungen im Amtsblatt und kann sofort gegen unberechtigte Forderungen Einspruch einlegen, bzw. seinen Mandanten über den Vorfall informieren.

Residente, also unbeschränkt steuerpflichtig in Spanien ist, wer länger als 183 Tage in Spanien lebt und seinen Lebensmittelpunkt in Spanien hat.

Er ist verpflichtet, sein Welteinkommen in Spanien zu versteuern. Auch die Rente ist ein Einkommen. Dem spanischen Finanzamt ist es inzwischen möglich festzustellen, wer Rente aus dem Ausland bezieht und verlangt die Steuer. Die Versteuerung des Einkommens errechnet sich, wie in Deutschland, mit einem progressiven Steuersatz. Freibeträge sind, im Gegensatz zu Deutschland, gering.


Hier kommt das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Spanien zum Tragen, falls z.B. Einkünfte in Deutschland aus Vermietung und Verpachtung bestehen, welche ja in Deutschland versteuert werden müssen. Diese werden dann ebenfalls in der spanischen Steuererklärung angegeben und die in Deutschland gezahlte Steuer als Vorsteuer abgezogen.

Ebenfalls ist der Residente verpflichtet, einmal im Jahr eine Erklärung über sein Vermögen im Ausland abzugeben. Diese Verpflichtung besteht bei allen Residenten, welche ein Auslandsvermögen von jeweils mehr als 50.000,- € bei Bankguthaben, Wertpapieren oder Immobilien haben. Sollte dies versäumt werden, so drohen auch hier Strafen. Nachdem die Vermögensteuer aufgrund der Krise ausgesetzt wurde, so muss diese seit dem Steuerjahr 2011 wieder bezahlt werden, aber auf Teneriffa gibt es einen Freibetrag von 700.000,- € Diese muss von Residenten wie Nichtresidenten gleichermaßen bezahlt werden.



17-01-2016: WICHTIGE NEUERUNG BEI ERBSCHAFTS – UND SCHENKUNGSSTEUER
08-03-2015: Steuerpflicht für deutsche Residente Rentner
10-03-2014: Das Erbschaftsverfahren
02-06-2013: Wichtig: Neues Gesetz für Energiepass
21-03-2013: Immobilienverkauf – aber sicher !
28-02-2013: Residente oder Nichtresidente – der berühmte „grüne Zettel“
13-02-2013: Immobilienkauf auf Teneriffa – trotz Krise?
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